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Veranstaltungen:

26.08.2017

10 Uhr bis 18 Uhr

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64293 Darmstadt

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Weitere Informationen:

A.S.P.A friends e.V.

Geprüfte Organistaion

mit Erlaubnis nach §11 Tierschutzgesetz.


Damit wir überall gern gesehen sind!


Aktion

Aktion "Gelber Hund"

mehr Infos dazu gibt es auf den Internetseiten der Initiatoren unter: www.gulahunde.de und www.gulahund.de


Aktion Schnüffelgärten

Aktion "Schnüffelgärten"

Wir machen mit! Hier sind alle Hunde erwünscht!

Bluterkrankungen bei Hunden aus dem Mittelmeerraum

Diese Informationen sollen dazu dienen, Ihnen einen Überblick über die sogenannten Mittelmeerkrankheiten zu geben. Unser ASPAfriends Team beantwortet selbstverständlich ihre persönlichen Fragen vor, während und nach einer Vermittlung. Ebenso selbstverständlich sind wir immer bei auftretenden Unklarheiten und gesundheitlichen Problemen für Sie da.

 

Alle Hunde, die wir nach Deutschland holen und 6 Monate alt sind, haben einen aktuellen Test auf Leishmaniose, Babeiose, Ehrlichiose und Herzwumbefall. Zusätzlich wird ein großes Blutbild mit den Organwerten im Labor erstellt !

 

Beachten Sie aber bitte, dass dieser Test lediglich eine Momentaufnahme ist, kein definitiver Ausschluss einer Krankheit.
Bitte beachten Sie auch, dass sich bei einem erneuten Test in den ersten Monaten nach Ankunft des Hundes aufgrund von Streß beim Transport, Klima- und Umweltwechsel, Impfung, Kastration und z.T. langen Inkubationszeiten falsche oder verwirrende Ergebnisse zeigen können. Wir empfehlen daher eine erneute Testung nach einem Jahr in Deutschland bei gesunden und unauffälligen Hunden.

 

Die Auflistung der möglichen Krankheiten, die ein Hund aus dem Mittelmeerraum haben kann, wirkt sich sicherlich zunächst abschreckend auf Menschen aus, die einem dieser Hunde ein Zuhause geben möchten. Nicht jeder Hund aus dem Süden ist jedoch krank. Es gibt sehr viele Hunde, die ihr Leben lang gesundheitlich unauffällig sind. Wir von ASPAfriends möchten Sie jedoch auf die Möglichkeiten dieser Krankheiten hinweisen, damit Sie im Fall der Fälle nicht unvorbereitet vor einer schwierigen Situation stehen.

 

Bedenken Sie aber bitte auch, dass es für KEINEN Hund, egal woher er stammt, eine lebenslange Gesundheitsgarantie geben kann. Jeder Hund kann im Laufe seines Lebens erkranken, nicht nur an den so genannten Mittelmeerkrankheiten.

 

Bitte lesen Sie unbedingt dazu auch unser Infoblatt Mittelmeer Krankheiten im pdf. Download

 

Auch möchten wir Sie auf das Leishmaniose-Forum hinweisen. In diesem Forum können Sie sich über die Mittelmeerkrankheiten ausführlich informieren, Krankheitsverläufe betroffener Hunde nachlesen und sich mit betroffenen Hundehaltern austauschen. Ebenso erhalten Sie umfassende, seriöse und fachmännische Beratung über Symptome, Diagnostik und Therapie der diversen Mittelmeerkrankheiten, aber auch zum Umgang mit einem erkrankten Hund (Ernährung, Impfung, Zeckenschutz, Wurmkuren).

 


Der Verein Parasitus Ex e.V.

A.S.P.A. friends e.V. ist Mitglied bei Parasitus Ex e.V.

Dort finden Sie weiterführende Informationen über Leishmaniose sowie weiterer Erkrankungen aus dem Mittelmeerraum.


Die Leishmaniose

...ist wohl die bekannteste und gefürchtetste Mittelmeerkrankheit.
Lesen Sie bitte dazu auch unsere Informationen über die Impfung gegen Leishmaniose als pdf-Download.

 

Weltweit gibt es mehrere Leishmaniosearten. Die in Europa und bei den betroffenen Hunden vorkommende Leishmanioseart befällt stets die inneren Organe, die äußeren Symptome sind eine Folge des inneren Befalls.

 

Erreger:
Der Erreger der Leishmaniose ist ein Einzeller (Leishmania infantum). In Europa sind derzeit mehrere verschiedene Stämme bekannt. Die einzelnen Stämme weisen zum Teil sehr unterschiedliche Oberflächenmerkmale auf. Bei einem Test auf Leishmaniose ist daher darauf zu achten, dass man die Region, aus der der Hund kommt, berücksichtigt. Einige Labore (Parasitus Ex, Laboklin) bieten regionale Reisekrankheitenprofile an, die neben den in der Region vorkommenden Mittelmeerkrankheiten, auch den Test auf den entsprechenden Leishmaniosestamm beinhalten.

 

Übertragung:
Die Übertragung des Erregers erfolgt durch den Stich der Sandmücke, die ihren Weg mittlerweile auch nach Deutschland gefunden hat. Nach dem Stich der Sandmücke vermehren sich die Leishmanien in den weißen Blutkörperchen und gelangen in die inneren Organe (Niere, Leber, Milz, Knochenmark).
Neben der Übertragung durch die Sandmücke ist eine Übertragung der Leishmaniose über die Plazenta von der Mutter auf den Welpen ebenfalls möglich, aber nicht zwingend. In einem Wurf mehrerer Welpen kann es dazu kommen, dass ein Teil der Welpen mit Leishmanien infiziert wird, ein Teil nur die Antikörper der Mutter aufweist und ein Teil wiederum weder die Erreger, noch die Antikörper der Mutter.
Bei einem Leishmanioseausbruch kann es zu offenen Hautläsionen kommen, aus denen Sekret austritt, welches Leishmanien enthalten kann. Solange dieses Sekret flüssig ist, sind auch die Leishmanien lebensfähig. Trocknet das Sekret ab, dies geschieht in der Regel innerhalb weniger Minuten, sterben auch die Leishmanien ab. Sollte das flüssige Sekret direkt in eine offene, blutende Hautwunde gelangen, besteht auf diesem Weg ein Infektionsrisiko. Dies ist ein theoretisches Risiko, einen nachgewiesen Fall dieser Infektionsform gibt es bislang nicht. Dennoch sind entsprechende hygienische Maßnahmen zu treffen (z.B. Handschuhe).
Über Kot, Urin und Speichel ist keine Übertragung der Leishmanien möglich.

 

Symptome:
Die Symptome der Leishmaniose sind vielfältig und je nach Stamm unterschiedlich. Es gibt keine Symptome, die ausschließlich nur auf Leishmaniose hindeuten. Die Symptome können durchaus auch ganz andere, harmlose Ursachen haben, weswegen eine Leishmaniose anhand der äußeren Symptomatik häufig nicht leicht zu diagnostizieren ist. Die Symptomatik und die Blutbefunde der Leishmaniose ähneln zum Teil auch denen der anderen Mittelmeerkrankheiten, deswegen sollte bei einem Verdacht auf Leishmaniose auch ein Test auf die anderen Mittelmeerkrankheiten erfolgen, um die Ursache der Symptomatik exakter bestimmen zu können.
Allgemeine Symptome, die einzeln oder zusammen auftreten können:
Unklare Fieberschübe, Appetitlosigkeit, Gewichtsabnahme trotz ausreichender Fütterung, wiederkehrende Durchfälle unklarer Ursache, Abgeschlagenheit, vermehrtes Schlafbedürfnis, Lymphknotenschwellungen, Vergrößerung von Leber und Milz, seltsamer Geruch (unter anderem nach Kot), trockene Haut mit fettigen, großen Schuppen, ausgefranste, verkrustete, schuppige, kahle Ohrränder (evtl. mit Läsionen), kahle, helle Stellen am Nasenspiegel, kreisrunder Haarausfall um die Augen („Brillenbildung"), Augenentzündungen, Fellverlust unter den Achseln, dem Bauch, an den Hinterschenkeln und an den Gelenken (evtl. mit Läsionen), Gelenkbeschwerden im Sinne einer Gelenksentzündung.

 

Diagnose:
Um eine Leishmaniose zu diagnostizieren, lässt man folgende Untersuchungen machen:

 

1. Blutbild, klinische Chemie
Erniedrigte rote Blutkörperchen, erniedrigte weiße Blutkörperchen und erniedrigte Blutplättchen, ebenso eine Verschiebung innerhalb der einzelnen Bluteiweißgruppen können ein erster Hinweis auf eine Leishmaniose sein. Leber- und Nierenwerte geben Auskunft über den Zustand der inneren Organe.

 

2. Leishmaniose IFAT / ELISA
Dies ist ein Test, der nach Antikörpern gegen Leishmanien im Blut sucht. Ein positiver Antikörpertest alleine reicht jedoch nicht aus um eine Leishmaniose zu diagnostizieren. Er besagt lediglich, dass Antikörper gegen Leishmanien im Blut vorhanden sind, nicht aber, ob die Krankheit tatsächlich ausgebrochen ist. Zu einem positiven Antikörpertest können auch folgende Faktoren führen: früherer Kontakt mit dem Erreger, Stress, Impfung, Kastration oder andere Infektionen. Generell können Antikörper erst ab der dritten Woche nach einer Infektion mit Leishmanien nachgewiesen werden.

 

3. Eiweißelektrophorese
Hier werden die einzelnen Bluteiweißgruppen mittels eines elektronischen Verfahrens getrennt.
Das Ergebnis wird in Form einer Kurve dargestellt. Bei einem positiven Antikörpertest liefert der Kurvenverlauf der Eiweißelektrophorese konkrete Informationen darüber, ob und wie stark eine Leishmaniose ausgebrochen ist.

 

4. Knochenmark- oder Lympknotenpunktat
Durch diese Untersuchungen lassen sich die Leishmanien bzw. deren Erbmaterial direkt nachweisen. Prinzipiell werden die Blutuntersuchungen (IFAT/ELISA) bevorzugt, da eine Blutentnahme einfacher ist als eine Knochenmark- oder Lymphknotenpunktion. Punktionen werden bei unklaren Befunden durchgeführt. Sollte der Hund bereits mit Allopurinol behandelt werden, entfällt die diagnostische Möglichkeit per Knochenmark- oder Lymphknotenpunktat, da sich dann keine Leishmanien mehr in den Punktaten nachweisen lassen.

 

Um eine Leishmaniose zu diagnostizieren, sollten sowohl die gesamten Blutbefunde, als auch das Befinden des Hundes im Gesamten betrachtet werden.

 

Therapie:
Leishmaniose ist nach derzeitigem Wissensstand nicht heilbar. Ziel der Therapie ist also nicht die Beseitigung des Erregers, sondern vielmehr, soweit Einfluss von außen auf den Erreger zu nehmen, dass das Immunsystem des Hundes selbst den Erreger bekämpfen kann und es zu einem stabilen Gesundheitszustand des Hundes kommt.

Es gibt verschiedene Therapieansätze:


1. Allopurinol
Das Medikament Allopurinol ist das bekannteste und auch nebenwirkungsärmste Medikament zur Leishmaniosetherapie. Als Mittel der Wahl wirkt es wachstumshemmend auf die Leishmanien und drängt sie aus Knochenmark und Organen ins Bindegewebe ab, wo sie keinen Schaden anrichten können. Gleichzeitig ist es ein recht günstiges Medikament und wird im Allgemeinen gut vertragen.
Nebenwirkungen können Nierenbelastung, Leberbelastung und Blutbildungsstörungen sein. Ob ein Hund nur über einen gewissen Zeitraum oder lebenslang Allopurinol als Therapie benötigt, zeigen die regelmäßigen Kontrolluntersuchungen.
Sollte eine alleinige Therapie mit Allopurinol nicht ausreichend sein, gibt es verschiedene Möglichkeiten der Zusatztherapie:

 

2. Milteforan
Erst seit etwas über einem Jahr der Veterinärversion erhältlich (es gibt schon länger ein entsprechendes Medikament zur Behandlung der Leishmaniose beim Menschen), gilt Milteforan als das Mittel der Wahl bei unzureichender Wirkung des Allopurinols. Vor Zulassung des Medikamentes durchgeführte Studien bei erkrankten italienischen und südfranzösischen Hunden haben gute Erfolge erzielt. Es liegen noch keine Langzeitsstudien vor, bislang zeigt Milteforan sich aber als recht verträglich und nebenwirkungsarm, als Nebenwirkungen gelten Übelkeit und Erbrechen, es gilt nicht als nieren- oder lebertoxisch.

 

Es gibt weitere, aber seit Einführung von Milteforan nicht zuletzt aufgrund ihrer Nebenwirkungen als unmoderner geltende Medikamente:

 

3. Glucantime
Glucantime ist ein Chemotherapeutikum, das unter die Haut gespritzt wird. Häufig wird es in Kombination mit Allopurinol verabreicht.
Wichtiger Hinweis: Glucantime wird seit über 80 Jahren in der Leishmaniosetherapie bei Mensch und Tier angewendet. Mittlerweile haben einige Leishmaniosestämme Resistenzen gegen Glucantime entwickelt. Gleichzeitig kann Glucantime Leber und Niere stark schädigen, bis hin zum Tod des Hundes. Obwohl Glucantime vielerorts noch als Leishmaniose-Standardtherapie gilt, ist diese Therapieform äußerst sorgfältig abzuwägen.

 

4. Amphotericin B
Amphotericin B oder auch Ambisome genannt, ist ebenfalls ein Chemotherapeutikum welches per Infusion häufig in Kombination mit Allopurinol verabreicht wird.
Wichtiger Hinweis: Hier gilt ebenso eine sorgfältige Risiko-Nutzen-Abwägung wie bei Glucantime. Auch hier gibt es bereits Resistenzen und dieses Medikament ist ebenfalls stark leber- und nierenschädigend.